Ein Hauch von Hollywood am Main

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Dennis Schmelz und Irina Meinert nahmen im Kino des Deutschen Filmmuseums den begehrten „Werner“ entgegen. (IHK FRANKFURT)

Bei der „Frankfurt Rolle“ wurden die besten Abschlussarbeiten der Mediengestalter Bild und Ton ausgezeichnet

Gleich drei Mal hieß es am 25. Juni im Deutschen Filmmuseum: „Und der 'Werner' geht an...“ Gespannt warteten die frisch gebackenen Mediengestalter Bild und Ton auf die Entscheidung der Jury aus erfahrenen Filmemachern. Diese hatten in Anbetracht der Vielzahl hochkarätiger Film und erstmals auch Hör-Beiträge keine leichte Wahl. Die 16 besten Prüfungsarbeiten wurden im Rahmen der „Frankfurt Rolle“ im feierlichen Rahmen des roten Kinosaals präsentiert und prämiert.

Berufsschullehrer Karl-Heinz Landrock von der Werner-von-Siemens-Schule und Dr. Brigitte Scheuerle von der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK), die die Veranstaltung aurichtete, begrüßten die Gäste und zeigten große Hochachtung vor der Leistung der Absolventen und der Qualität der Beiträge. In ihrer Begrüßungsrede würdigte Dr. Scheuerle auch die Prüfer, die einen scharfen Blick für Talent, Können und Kreativität bewiesen hatten. Ihr Engagement helfe der IHK, die Kreativwirtschaft in ein positives Licht zu rücken. Dies sei auch vor dem Hintergrund der oft unterdurchschnittlichen Löhne und geringen Übernahmechancen von Bedeutung, wie Karl-Heinz Landrock betonte.

Drei Mal Gold

16 Beiträge wurden in die engere Auswahl genommen. Daraus wurden der beste Filmbeitrag der Winterprüfung, der Sommerprüfung sowie ein Tonbeitrag ausgezeichnet. Der erste „Werner“, der legendären Oscar-Trophäe zum Verwechseln ähnlich, ging an Henrik Eichmann, der in seinem Film „Totes zum Reden bringen“ die Begeisterung einer jungen forensischen Entymologin für ihren Beruf dokumentiert und effektvoll mit dem Spannungsfeld zwischen Ekel und Ästhetik spielt. Dennis Schmelz erhielt einen „Werner“ für seinen Film „Kicken mit Handicap“, in dem er nicht nur den Begriff „Erfolg“ relativiert, sondern auch das anspruchsvolle Thema „Behinderung“ gekonnt in Szene setzt. Ein Sonderpreis ging erstmals an ein Tonprodukt – eine unterrepräsentierte Kategorie, denn nur zehn Prozent der Prüflinge hatten sich für dieses Medium entschieden. Beim Beitrag „Streben nach Harmonie“ von Irina Meinert entstanden die Bilder im Kopf des Publikums – nicht zuletzt durch die brillante Abmischung und Mikrofonierung. Am Ende der Verleihung und am Anfang ihrer Karriere wurde allen Absolventen von den Laudatoren noch ein Rat mit auf den Weg gegeben: „Lernen Sie dazu, reisen Sie, lassen Sie Grenzen hinter sich, territorial und geistig, nehmen Sie Kamera und Mikro mit. Sie werden gebraucht, alle wollen aus Ihrer Perspektive die Welt erleben. Bleiben Sie neugierig!“

Quelle: IHK Frankfurt: Perspektiven (abgerufen am 17.09.2012)