GEWALTIges Theater in der BzB – Klasse im Februar 2012

In Kooperation mit dem Schultheater Studio Frankfurt führte die Werner-von-Siemens-Schule das GEWALTige Theater in der BzB – Klasse (Bildungsmaßnahme zur Berufsvorbereitung) durch. Die Schüler waren während der ersten Aktionen der Theaterpädagogen zu Beginn des Workshops sehr skeptisch und zurückhaltend. Doch im Verlauf des Tages wurden sie für das Improvisationstheater aktiver und offener. Die Schüler konnten sich in unterschiedlichen Rollen und Situationen ausprobieren. Zum Schluss des Workshops haben alle Schüler auf der Bühne gestanden und haben gespielt, was sie wohl selbst nicht von sich gedacht hätten.

Die Ausgangsituation

25 gewaltbereite Kids betreten morgens das Klassenzimmer - 4 Theaterpädagogen machen bis zur 6. Stunde einen Gewaltpräventionsworkshop.
24 Engel und ein unverbesserlicher Teufel verlassen um 13.00 Uhr das Klassenzimmer - ein Lehrer, eine Lehrerin schwebt auf Wolken.

Das ist die Utopie - die Wirklichkeit sieht anders aus.
Der Utopie kann man aber ein Stück näher kommen, das beweist der seit 1998 mit ungebrochenem Erfolg laufende Gewaltpräventionsworkshop, den bereits tausende von SchülerInnen aller Schulformen im Alter von 10 bis 20 Jahren in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erlebt haben.
Neben Spaß, Action und Bewegung setzt der Workshop Lernprozesse in Gang, bringt das Thema direkt unter die Haut und setzt ein Startzeichen zur Bearbeitung der Probleme mit Schikane, Mobbing, Schlägereien in und außerhalb der Schule.

In einer Mischung aus Spielszenen und Theatersport wird die Klasse immer mehr zur Eigeninitiative gebracht, um zum Schluss eine eigene Geschichte zu entwickeln, die den Mitschülern präsentiert wird.

Der Workshop wurde 2001 mit dem Hessischen Präventionspreis ausgezeichnet und erhielt 2006 eine Auszeichnung des „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ der Bundesregierung.

Fotostrecke

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Einführung ins Improvisationstheater durch das Team der Theaterpädagogen
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Darstellung von Gefühlen: Aggressivität – Trauer – Freude
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Szene aus dem selbstentwickelten Theaterstück: Schikane - Mobbing