Elektrotechnik, die verbindet

Langen. Souverän erklären der französische Austauschgast Alexandre Hontar und sein deutscher Kollege Alexander Zörb die bearbeitete Technik. Sogar die Fachausdrücke auf Englisch bereiten den jungen Männern nach einer gemeinsamen Woche im Betrieb keinerlei Probleme mehr.

Die Power-Point-Präsentation im großen Schulungsraum vor dem Forum der anderen Schüler und der Lehrherren war Höhepunkt und gleichzeitig das Ende eines besonderen Auslandaufenthalts. Neun Schüler der Frankfurter Werner-von-Siemens-Schule, einer beruflichen Schule für Elektro-, Informations- und Medientechnik, und gleichzeitig Auszubildende der Pittler Pro Region Berufsausbildungs GmbH in Langen, waren im Mai bei einem Automatisierungslehrgang am Lycée Beaumont bei ihren französischen Kollegen zu Gast.

Beim jetzigen Gegenbesuch konnten die Lehrlinge des Berufsfelds Elektrotechnik in den Partnerfirmen der Pittler Berufsausbildungs GmbH an den Maschinen lernen. Das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit, wie eine Biegemaschine, die Steuerung einer Sortiermaschine oder eine Ampelsteuerung funktioniert, erklärten sie auf Englisch.

«Die Zusammenarbeit in multinationalen Teams wird heutzutage von Facharbeitern auf internationalen Baustellen immer mehr gefordert», erklärt Berufsschullehrer Arno Weller, der das Projekt betreut hat. Seit 2002 gibt es das Austauschprogramm mit dem Lycée Beaumont schon.

Ziel der Kooperation ist es, den Auszubildenden beider Länder die Möglichkeit zu geben, in einem interkulturellen Team gemeinsam zu lernen, zu arbeiten und zu leben. «Und das bringt die jungen Menschen auch persönlich weiter», sagte Weller. Denn die Auszubildenden waren nicht im Hotel untergebracht, sondern in Gastfamilien. «Es ist in den ersten Tagen stets zu beobachten, wie schwer sie sich tun. Zu sehen, wie gut sie sich jetzt präsentieren und die Herausforderung mit den Fachbegriffen meistern, ist immer wieder schön», war der Projektleiter überaus zufrieden. Nicole Jost


Quelle: Frankfurter Neue Presse, 22.09.2008